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Höhle, 2008
Öl auf Leinwand
180 x 220 cm

 

Uwe Kowski
Galerie EIGEN + ART Berlin
05.09.2008 - 01.11.2008

 

In seinen Leinwänden und Aquarellen verbindet Uwe Kowski lineare Struktur und Flächigkeit. Dabei erweitert der gelernte Schriftmaler, der von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Malerei studierte, biomorph durch die Farbflächen geführte Linien mit Text und Schriftzügen. Nach einem ersten Eindruck von Fülle und Vielschichtigkeit entpuppt sich diese scheinbar zufällige Üppigkeit als geplantes Kompositionsschema. Allmählich wird das Gerüst deutlich, das die detailreichen Elemente verknüpft und wie ein Koordinatensystem den zeichenhaften Strukturen Halt gibt. Das suchende Auge folgt so einer Reihe von Assoziationen bis es sich orientiert in diesem System der Linien, Zeichen und bewusst gewählten Farbabläufe. Auf seinem Pfad über die großformatigen Leinwände schwankt der Betrachter zwischen Formgebung und Formschwund, von Antiformen zu rythmisch angeordneten Schriftfragmenten. Teils erwägt man die Andeutung einer abstrakten Landschaft. Doch verlässt man diesen einen Punkt in Kowskis Koordinatensystem, findet man sich unmittelbar in einer erneuten Endlosschleife von Schichten wieder. Um diese zu erschließen, setzt intuitiv eine Art Schichtengrabung ein, gleich der archäologischen Stratigraphie, durch die der Bildraum Schritt für Schritt abgetastet wird. Innerhalb dieses Kreislaufes verwehren sich Uwe Kowskis Bilder vor expliziten, situativen Erzählungen und so sind auch die Titel eher Baustein in einer Folge von Assoziationsketten als beschreibende Erläuterung einer kompakten Darstellung.   Einen umfassenden Überblick über das Werk des Malers Uwe Kowski ist 2008 in der Einzelausstellung ‚Uwe Kowski. Malerei 2001-2008' in der Kunsthalle Emden zu sehen, anlässlich der die bislang ausführlichste Monografie zu Uwe Kowski erscheint. Eine weitere Einzelpräsentation aktueller Arbeiten des Künstlers zeigt momentan die Lippische Gesellschaft im Schloss Detmold.

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